Kindergartenwechsel?
Verfasst: Do 20. Mär 2008, 23:41
Hallo,
ich bin sehr verzweifelt und bitte um Unterstützung bzw. Rat.
Ich versuche mich kurz zu fassen:
Unser Sohn (3,5 und hochbegabt) geht seit er 2 ist in einem Montessorikindergarten (Trägerverein mit 3 Kindergärten). Nun gibt es dort zunehmend Probleme: die Leiterin ist nach der Geburt ihres Kindes weggefallen und die 15 Kinder werden seit Dezember von zwei unerfahrenen jungen Erziehern betreut. Der Haupterzieher scheint überfordert, ist nur am meckern und reglementieren. Es heißt immer wieder "die Gruppe hat sich noch nicht gefunden". Unser Sohn hat keine Freunde, macht viel Blödsinn und ist weitgehend nicht fröhlich, geht aber ohne zu meckern hin. Es gibt nur zwei Kinder mit gleichem Geschlecht im gleichen Alter und er steht zwischen den Stühlen, spielt meist alleine. Seine Hochbegabung wird auch schon mit Neid und Abwertung beäugelt. Die allgemeine Situation droht zu eskalieren (Unzufriedenheit bei den Eltern, Unsicherheit bei den Erziehern - Gewalt (vor allem beissen) unter den Kindern und soziale Unkompetenz überschatten ein fröhliches Miteinander.
Wir stehen vor dem Entschluß den Kindergarten zu wechseln. Nur wohin.
Der Kinderarzt sagt: unbedingt reagieren: das Kind muss gefordert werden, sonst geht alles nach hinten los.
Dann kommt die Hochbegabtenberatung und sagt: auf KEINEN FALL FORDERN, sie sind fast entsetzt darüber, dass er schon lesen und rechnen kann. Wir sollen ihn mehr oder weniger den Stift wegnehmen und ihn mehr für Gesellschaftsspiele und Sport interessieren. Wenn er gerne in den Kindergarten geht, dann sollen wir ihn dort lassen und keinen Wechsel in Betracht ziehen.
Wir haben eine Reservierung bis zum 31.3. in einer städtischen Kita, die sich auf Hochbegabung spezialisiert haben. Wir sind davon aber nicht sehr begeistert, da es sich um eine sehr große Gruppe handelt (40 Kinder) und mit einem sehr hohem Ausländeranteil (über 50%) integrativ arbeiten. Ich meine hier nicht multikulturell, sondern türkisch/arabischer Herkunft (ohne Ausländervorurteil, denn ich bin selber halb Araberin).
Dann besteht eventuell noch die Möglichkeit innerhalb des Trägervereins zu wechseln (Bilinguar mit erfahrenen Erzieherinnen).
Bitte, kann jemand seinen Rat geben - wir sind fast am Ende mit unseren Nerven und wollen nur das Richtige und nicht das Falsche tun!
Viele Grüße
Duna
ich bin sehr verzweifelt und bitte um Unterstützung bzw. Rat.
Ich versuche mich kurz zu fassen:
Unser Sohn (3,5 und hochbegabt) geht seit er 2 ist in einem Montessorikindergarten (Trägerverein mit 3 Kindergärten). Nun gibt es dort zunehmend Probleme: die Leiterin ist nach der Geburt ihres Kindes weggefallen und die 15 Kinder werden seit Dezember von zwei unerfahrenen jungen Erziehern betreut. Der Haupterzieher scheint überfordert, ist nur am meckern und reglementieren. Es heißt immer wieder "die Gruppe hat sich noch nicht gefunden". Unser Sohn hat keine Freunde, macht viel Blödsinn und ist weitgehend nicht fröhlich, geht aber ohne zu meckern hin. Es gibt nur zwei Kinder mit gleichem Geschlecht im gleichen Alter und er steht zwischen den Stühlen, spielt meist alleine. Seine Hochbegabung wird auch schon mit Neid und Abwertung beäugelt. Die allgemeine Situation droht zu eskalieren (Unzufriedenheit bei den Eltern, Unsicherheit bei den Erziehern - Gewalt (vor allem beissen) unter den Kindern und soziale Unkompetenz überschatten ein fröhliches Miteinander.
Wir stehen vor dem Entschluß den Kindergarten zu wechseln. Nur wohin.
Der Kinderarzt sagt: unbedingt reagieren: das Kind muss gefordert werden, sonst geht alles nach hinten los.
Dann kommt die Hochbegabtenberatung und sagt: auf KEINEN FALL FORDERN, sie sind fast entsetzt darüber, dass er schon lesen und rechnen kann. Wir sollen ihn mehr oder weniger den Stift wegnehmen und ihn mehr für Gesellschaftsspiele und Sport interessieren. Wenn er gerne in den Kindergarten geht, dann sollen wir ihn dort lassen und keinen Wechsel in Betracht ziehen.
Wir haben eine Reservierung bis zum 31.3. in einer städtischen Kita, die sich auf Hochbegabung spezialisiert haben. Wir sind davon aber nicht sehr begeistert, da es sich um eine sehr große Gruppe handelt (40 Kinder) und mit einem sehr hohem Ausländeranteil (über 50%) integrativ arbeiten. Ich meine hier nicht multikulturell, sondern türkisch/arabischer Herkunft (ohne Ausländervorurteil, denn ich bin selber halb Araberin).
Dann besteht eventuell noch die Möglichkeit innerhalb des Trägervereins zu wechseln (Bilinguar mit erfahrenen Erzieherinnen).
Bitte, kann jemand seinen Rat geben - wir sind fast am Ende mit unseren Nerven und wollen nur das Richtige und nicht das Falsche tun!
Viele Grüße
Duna