Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, weil ich so wütend und sauer bin. Erstmal kurz zur Geschichte, Luisa (4,5 Jahre) wurde kurz vor Weihnachten hochbegabt getestet. Wir haben sie aufgrund vielfältiger Probleme testen lassen und haben uns nach dem Test entschieden sie im KiGa das Schulprojekt mitmachen zu lassen. Der KiGa war von Anfang an gegen eine vorzeitige Einschulung, betonte immer wieder das sie Luisa mit den Vorschulkindern mitmachen lassen, aber nur weil wir darauf bestehen. Sie versuchten uns mit vielen Argumenten gegen eine Einschulung umzustimmen. Aufgrund dieser Argumente kam ich immer wieder ins zweifeln, ob wir das Richtige tun. Wie dem auch sei, Luisa blühte anfangs auf, war wieder fröhlich, ausgeglichen usw. Seit ein paar Wochen nun, wirkt sie zunehmend depremiert. Wir haben im KiGa um ein Gespräch gebeten, da wurden wir aber wieder nur auf Luisas angebliche Unreife hingewiesen. So hat sie angeblich geweint als es um die Auswahl der Schultüten ging. Ich fragte Luisa zu dem Thema, sie erzählte nichts. Nun fragte ich sie gestern erneut, ob sie sich nun eine Schultüte ausgesucht hätte. Sie verneinte und rückte mit folgender Geschichte raus. Die Leiterin hat gesagt, das die Kinder die sie nun aufruft sich auf eine Seite des Raumes stellen sollten. Alle Kinder waren darunter, außer Luisa. Diese Kinder durften sich dann eine Tüte aussuchen. Luisa nicht, mit der Begründung, das es ja noch nicht sicher sei ob sie wirklich zur Schule kommt.
Das mag ja sein, aber mal ehrlich welches Kind wäre sich nicht ausgeschlossen vorgekommen und darüber fruchtbar traurig und enttäuscht.
Ein anderes Mal fragte ich beiläufig ob sie ihre Jacke zubekommen hätte (der Reisverschluß klemmt ein wenig, aber zu 90% schafft sie es trotzdem ). Sie erzählte das die Leiterin ihr geholfen hätte, weil sie ja erst 4 Jahre alt sei.
Ich habe das Gefühl sie wird durch die Erzieherin ausgeschlossen, ihre "Andersartigkeit" immer wieder betont. Ich würde der Frau gerne meine Meinung geigen, aber ich habe noch einen Sohn in der Einrichtung, der noch mind. 3 Jahre dort sein wird.
Meine Tochter zíeht sich sehr zurück, verzieht sich stundenlang in ihrem Zimmer. Hat seit neuestem einen imaginären Freund, mit dem sie sich den ganzen Tag unterhält, versuche ich an sie ranzukommen, habe ich keinerlei Erfolg. Sie lächelt nicht mehr, möchte nicht raus usw. Ich mache mir echt Sorgen um sie.