So, nach längerem auch mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
2. Schulhalbjahr hat sie nun hinter sich an der franz. Schule
Unsere Kleine ist nun in der Zwischenzeit unsere Große geworden, da ihre Baby-Schwester (hierzu folgt noch ein separater Beitrag) gesund und munter geschlüpft ist.
Unsere Große versteht laut Lehrern nicht nur alles, was ihr in der Schule auf französisch gesagt wird, sondern sie hat nun auch angefangen, auf französisch in ganzen Sätzen zu sprechen. Geschichten erzählt sie noch nicht auf französisch, aber sie äussert ihre Wünsche.
Lesen kann auf deutsch kann sie nun jederzeit und allenorts, wenn sie es interessiert oder wenn ihre Schulkameraden sie fragen, was denn da steht, kann sie auch spanische Wörter vorlesen. Mittlerweile liest sie ganze Sätze und ihrer kleinen Baby-Schwester Kurze Gute-Nacht-Geschichten vor. Wobei die Gute-Nacht-Geschichte auch für die Große ist, damit sie etwas mde wird und besser einschläft.
Rechnen im Zahlenraum bis 20 Plus-und Minusaufgaben.
Inlineskaten (richtige Inliners) (hat sie vor 3 Wochen angefangen) konnte sie nach 2 Tagen üben. Zur Zeit ist schwimmen lernen ganz hoch im Kurs. Hier springt sie an einem Schwimmbadtag gefühlte 100 Mal vom Beckenrand, paddelt sich wieder hoch und paddelt wie ein Hündchen zum Beckenrand. Das mit der Technik wollen wir dann demnächst in Angriff nehmen. So ist die Fortbewegung im Wasser eben doch wahnsinnig anstrengend.
Schreiben kann sie nun auch schon, ihren Namen und kurze Wörter, in sehr grossen Buchstaben, aber lesbar. Feinmotorisch muss sie sich nun doch sehr strecken, um im Mittelfeld mit ihren Klassenkameraden zu bleiben.
Frech und selbstbewusst ist unsere Kleine geworden. So ist es ganz normal, dass, wenn sie einem Kind auf der Strasse begegnet, sie hingeht und mit „Wie heisst Du?“ beginnt, sie sich selbst vorstellt, dann die „Eckdaten“ abfrägt, wie alt, welche Schule, wie heisst dein Lehrer, Du hast aber schöne Schuhe, ich habe auch Schuhe mit Blumen, meine sind aber rosa, meine beste Freundin L hat auch die gleichen Schuhe, ihre Schuhe sind aber größer, sie hat Größe 30, ich habe Schuhe 24, Dein Kleid hat ja Glitzer, ich finde Glitzer ganz toll, ich habe mir im Urlaub ein Kleid im Hotel gekauft, wir sind mit dem Auto zum Hotel gefahren, warst Du auch schon mal im Hotel? Wie oft warst Du schon im Hotel? Etc. etc. etc.
Das Zeugnis haben wir nun erhalten: Eine Muster-Schülerin par excellence. Wir freuen uns, dass die Lehrer bemerkt haben, was wir auch schon festgestellt haben. Ein glückliches ausgeglichenes Kind, das in der Klassengemeinschaft sehr gut integriert ist, viele viele Freunde hat, hilfsbereit und immer motiviert, bei allen Aufgaben mitzumachen und diese auch noch erfolgreich löst...
Sommerferien:
Da mittlerweile bei uns die "neue" kleine eingezogen ist und die bisherige kleine somit offiziell die "große" ist, ist Freizeit oder besser, Zeit generell ein seltenes Gut geworden. Vor allem, da die kleine noch weniger schläft als die große. Mit knapp 9 Stunden Schlaf am Tag ist sie topfit. Wir allerdings nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass die kleine abends spät einschläft und die große früh aufwacht, was in etwa auf eine gemeinsame Schlafzeit der beiden von 7h hinausläuft
Ansonsten ist die kleine in der Entwicklung der großen relativ ähnlich, in manchen Punkten sogar noch schneller, in anderen dafür etwas langsamer. In der Summe wohl in etwa gleich schnell.
Der Einstieg der großen in die laufende (vor)Schule zum 2. Halbjahr letzen Schuljahres war rückblickend für sie sehr erfolgreich. Sie hat nicht nur ein super Zeugnis bekommen, sondern sie gehörte zum Ende des Schuljahres auch zu den am besten in die Klassengemeinschaft integrierten Kindern. Sie hat auch sehr viel zusätzliches Selbstvertrauen gewonnen, vor allem im Umgang mit älteren Kindern. Sagte sie früher "ich bin wie 4", wenn sie nach ihrem Alter gefragt wurde, sagt sie mittlerweile "ich bin erst 2", da sie genau weiß, dass die älteren Kinder trotzdem gerne mit ihr spielen.
Ach ja, mittlerweile wissen wir, dass der Test, der von der Schule für Ihren Quereinstieg durchgeführt wurde eine detaillierte Entwicklungsdiagnostik war, 120 Punkte die nach 8 Obergruppen zusammengefasst waren und dann in den einzelnen Bereichen ein Vergleichsalter ausspucken, durchgeführt vom Schulpsychologen und dem damals zukünftigen (mittlerweile ehemaligen) Klassenlehrer (das ganze waren insgesamt 3 Tage, 2h, 4h, 8h).
Wir haben uns mittlerweile auch etwas besser daran gewöhnt sie etwas mehr "laufen" zu lassen als die anderen Kinder ihres Alters es dürfen. In der Praxis sieht das im Freibad dann so aus, dass wir sie hin und wieder sehen, wenn sie pipi muss, ein Eis will oder wir gemeinsam essen, ansonsten ist sie mit ihren Freudinnen dort eigentlich immer eigenständig unterwegs (die anderen Kinder dort, die sie als Freunde bezeichnet, sind so zwischen 4,5-7).
Da sie gerade das Seepferdchen macht und letze Woche auch vom Bademeister/Schwimmlehrer die offizelle Erlaubnis erhalten hat, dass sie ohne Schwimmhilfe ins Erwachsenenbecken springen darf und es sich zudem um ein abgeschlossenes Gelände mit Pförtner handelt und quasi jeder dort unsere große kennt, fühlen wir uns diesbezüglich auch relativ sicher (so in etwa 25m schwimmt sie bereits, zum "an den Rand paddeln" nach dem Reinspringen reicht es also allemal, für die 50m des Seepferdchens muss sie allerdings noch etwas üben)