Re: Update: Quereinschulung
Verfasst: Di 17. Sep 2019, 11:09
@Karen
Das Spielen und Interagieren mit Gleichaltrigen war auch für meinen Sohn lange Zeit ein großes Problem. Sie konnten nicht so spielen, wie er es brauchte. Vor allem im Kindergarten lagen wohl Welten zw ihm und den anderen Kindern. Sie konnten seinen komplexen Rollenspielideen nicht folgen. Also hielt er sich an deutlich ältere Kinder, die mit ihm umgingen, als sei auch er 3 Jahre älter. Er verstand wohl auch nicht, wie die Gleichaltrigen tickten, egal wieviel Beobachtungsarbeit er leistete. Sämtliche Anpassungsversuche scheiterten und machten ihn unglücklich. Bei ihm konnte man am nächtlichen Einnässen sehr gut sehen wie es ihm ging, dies fand nämlich nur zu Kiga bzw Schulzeiten statt, nicht aber Wochenends oder in den Ferien.
Dann kam es bei ihm zur vorzeitigen Einschulung mit 5.5 Jahren in der Hoffnung, dass es besser werden würde. Aber auch hier gab es nur wenig Kontakt mit den Klassenkameraden. Als er mitten in der 1 in die 2. sprang, hatte er noch immer keinen sozialen Bezug zu seinen ehemaligen Klassenkameraden gefunden. Wenn er konnte, redete er vor allem mit den Erwachsenen.
In der neuen 2. Klasse freundete er sich mit den ältesten Kindern (meist Mädchen) an - Altersabstand 3 Jahre!
Erst seid Klasse 5 im Gymnasium konnte er mit den Klassenkameraden seines HB-Zuges etwas anfangen, und zwar vom 1. Tage an. Zwar sind auch hier die meisten 1 Jahr älter, aber es funktioniert. Die Kinder dort spielen anders, komplexer und spinnen sich in mehrwöchigen aufeinander aufbauenden Rollenspielen ganze Welten zusammen und dies genießt mein Sohn. Er ist ein Teil der Gruppe. Jeder führt die Geschichte weiter und trägt seinen Teil zum Spiel bei.
Bei Spielkontakten in der Nachbarschaft versucht er solche Spiele in reduzierter Form, aber da gibt er wohl die ganze Geschichte vor und die anderen Kids hören auf ihn und folgen seinen Ideen...
Ich denke mal, es könnte auch bei Deiner Tochter hilfreich sein, andere hochbegabte Kinder zu treffen, vielleicht nachmittags in Kursen. Das hilt ungemein, die Situation in der Schule durchzustehen. Ich glaube langsam, dass Treffen von anderen ähnlich tickenden Kindern ist das wirklich "heilsame" an Hb-Klsssen, mehr noch als der anspruchsvollere Stoff. Das Spielen und Interagieren mit ähnlichen Kindern, nicht mehr Außenseiter sein... denn es stimmt, beim Kontakt mit 3-4 Jahre älteren Kindern stimmt es dann zwar auf der intellektuellen Schiene, nicht aber auf der entwicklungsbedingten (v.a. mit Pubertätsbeginn).
Das Spielen und Interagieren mit Gleichaltrigen war auch für meinen Sohn lange Zeit ein großes Problem. Sie konnten nicht so spielen, wie er es brauchte. Vor allem im Kindergarten lagen wohl Welten zw ihm und den anderen Kindern. Sie konnten seinen komplexen Rollenspielideen nicht folgen. Also hielt er sich an deutlich ältere Kinder, die mit ihm umgingen, als sei auch er 3 Jahre älter. Er verstand wohl auch nicht, wie die Gleichaltrigen tickten, egal wieviel Beobachtungsarbeit er leistete. Sämtliche Anpassungsversuche scheiterten und machten ihn unglücklich. Bei ihm konnte man am nächtlichen Einnässen sehr gut sehen wie es ihm ging, dies fand nämlich nur zu Kiga bzw Schulzeiten statt, nicht aber Wochenends oder in den Ferien.
Dann kam es bei ihm zur vorzeitigen Einschulung mit 5.5 Jahren in der Hoffnung, dass es besser werden würde. Aber auch hier gab es nur wenig Kontakt mit den Klassenkameraden. Als er mitten in der 1 in die 2. sprang, hatte er noch immer keinen sozialen Bezug zu seinen ehemaligen Klassenkameraden gefunden. Wenn er konnte, redete er vor allem mit den Erwachsenen.
In der neuen 2. Klasse freundete er sich mit den ältesten Kindern (meist Mädchen) an - Altersabstand 3 Jahre!
Erst seid Klasse 5 im Gymnasium konnte er mit den Klassenkameraden seines HB-Zuges etwas anfangen, und zwar vom 1. Tage an. Zwar sind auch hier die meisten 1 Jahr älter, aber es funktioniert. Die Kinder dort spielen anders, komplexer und spinnen sich in mehrwöchigen aufeinander aufbauenden Rollenspielen ganze Welten zusammen und dies genießt mein Sohn. Er ist ein Teil der Gruppe. Jeder führt die Geschichte weiter und trägt seinen Teil zum Spiel bei.
Bei Spielkontakten in der Nachbarschaft versucht er solche Spiele in reduzierter Form, aber da gibt er wohl die ganze Geschichte vor und die anderen Kids hören auf ihn und folgen seinen Ideen...
Ich denke mal, es könnte auch bei Deiner Tochter hilfreich sein, andere hochbegabte Kinder zu treffen, vielleicht nachmittags in Kursen. Das hilt ungemein, die Situation in der Schule durchzustehen. Ich glaube langsam, dass Treffen von anderen ähnlich tickenden Kindern ist das wirklich "heilsame" an Hb-Klsssen, mehr noch als der anspruchsvollere Stoff. Das Spielen und Interagieren mit ähnlichen Kindern, nicht mehr Außenseiter sein... denn es stimmt, beim Kontakt mit 3-4 Jahre älteren Kindern stimmt es dann zwar auf der intellektuellen Schiene, nicht aber auf der entwicklungsbedingten (v.a. mit Pubertätsbeginn).