Seite 3 von 3

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 11:11
von sinus
charlotte12 hat geschrieben:Ein großes Problem waren immer wieder Lehrer, die so schlecht deutsch sprachen, dass ich als Mutter es nicht schaffte, mein Anliegen verständlich zu machen und die den Kindern teilweise grob falsche Dinge beibrachten. Das lief dann etwa so: Anliegen: "Das Kind weint abends im Bett, weil es schon alles kann und sich so langweilt. Es braucht schwierigere Aufgaben." - Antwort: "Keine Angst, Kind macht gut, wirr wiederholen nochmal extra mit extra leichte Aufgaben, Kind wird lernen." :? Oder: Tochter: "Mama, was ist die Mehrzahl von 'Burg' ". Ich: "Burgen, aber das weißt du doch??". Tochter: "Ich hatte 'Burgen' geschrieben, habe aber einen Fehler dafür kassiert, musste 3x 'eine Burg - viele Burge' als Verbesserung schreiben und einen Satz mit "Burge" bilden."
Ach du meine Güte. :shock:

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 11:55
von Auguste
charlotte12 hat geschrieben:... Ein großes Problem waren immer wieder Lehrer, die so schlecht deutsch sprachen, dass ich als Mutter es nicht schaffte, mein Anliegen verständlich zu machen und die den Kindern teilweise grob falsche Dinge beibrachten. Das lief dann etwa so: Anliegen: "Das Kind weint abends im Bett, weil es schon alles kann und sich so langweilt. Es braucht schwierigere Aufgaben." - Antwort: "Keine Angst, Kind macht gut, wirr wiederholen nochmal extra mit extra leichte Aufgaben, Kind wird lernen." :? Oder: Tochter: "Mama, was ist die Mehrzahl von 'Burg' ". Ich: "Burgen, aber das weißt du doch??". Tochter: "Ich hatte 'Burgen' geschrieben, habe aber einen Fehler dafür kassiert, musste 3x 'eine Burg - viele Burge' als Verbesserung schreiben und einen Satz mit "Burge" bilden."
:o Das ist echt übel.

Sohn hatte eine Mathe-Lehrerin, die offensichtlich mit den einfachsten Aufgaben überfordert war. Die hat ihm regelmäßig Aufgaben als falsch angestrichen, die er richtig gelöst hatte - in der 1. Klasse...

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 12:18
von sinus
Auguste hat geschrieben:
charlotte12 hat geschrieben:... Ein großes Problem waren immer wieder Lehrer, die so schlecht deutsch sprachen, dass ich als Mutter es nicht schaffte, mein Anliegen verständlich zu machen und die den Kindern teilweise grob falsche Dinge beibrachten. Das lief dann etwa so: Anliegen: "Das Kind weint abends im Bett, weil es schon alles kann und sich so langweilt. Es braucht schwierigere Aufgaben." - Antwort: "Keine Angst, Kind macht gut, wirr wiederholen nochmal extra mit extra leichte Aufgaben, Kind wird lernen." :? Oder: Tochter: "Mama, was ist die Mehrzahl von 'Burg' ". Ich: "Burgen, aber das weißt du doch??". Tochter: "Ich hatte 'Burgen' geschrieben, habe aber einen Fehler dafür kassiert, musste 3x 'eine Burg - viele Burge' als Verbesserung schreiben und einen Satz mit "Burge" bilden."
:o Das ist echt übel.

Sohn hatte eine Mathe-Lehrerin, die offensichtlich mit den einfachsten Aufgaben überfordert war. Die hat ihm regelmäßig Aufgaben als falsch angestrichen, die er richtig gelöst hatte - in der 1. Klasse...
Unsere Grundschullehrerin hatte es nicht so mit der Rechtschreibung... Hat sie aber auch beim Elternabend offen gesagt

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 13:19
von Katze_keine_Ahnung
Ich finde, dass Grundschullehrer weder Mathe noch Germanistik studiert haben sollen. Viel wichtiger ist das Verständnis wie Pädagogik und Didaktik funktionieren. Wenn der Rektor von meinem 6-jährigen Sohn erwartete, dass er in Eigenregie Knobelaufgaben löst, während die Klasse was anderes macht, dann hat er von Kinderpsychologie absolut keine Ahnung. Wenn er mir auf meine Erwiderung, dass sei alleine des Lärmes wegen unmöglich antwortet, dass man ja später am Arbeitsplatz auch unter lauten Bedingungen arbeiten muss, kann ich nur böse lachen und mir die Frage verkneifen, warum er dann sich für ein Einzelbüro entschieden hat und nicht in der Aula sitzt. Aber so ist das: jeder glaubt zu wissen, wie man die Kinder führt und bildet.

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Mi 2. Dez 2020, 22:44
von Karen
Ich kann dieses "später in Berufsleben muss dann das Kind xxx können" gar nicht ausstehen und reagiere immer allergisch. Als ob ein Kind dass Larm nicht ausstehen kann eine Berufsausbildung zum Rockkonzerthall Techniker machen wird... Meine Erfahrung ist dass die Lehrer die sowas sagen nie im Leben was anderes gemacht haben als in der Schule zu unterrichten. Aber sie wissen genau wie es dann in Berufsleben sein wird und was die Kinder da alles aushalten müssen.

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Do 3. Dez 2020, 09:39
von Katze_keine_Ahnung
@Karen

den Rockkonzerttechniker merke ich mir für die zukünftige Gespäche! :lol: Wie läuft die Schule bei deiner Tochter? Wenn ich mich richtig erinnere macht sie in diesem Jahr die 4. Klasse in Mathe. Hat die Schule einen Plan was sie im nächsten Schuljahr macht?

Re: Birkenbiehl über das Lernen

Verfasst: Fr 4. Dez 2020, 19:14
von Meine3
Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Ich finde, dass Grundschullehrer weder Mathe noch Germanistik studiert haben sollen. Viel wichtiger ist das Verständnis wie Pädagogik und Didaktik funktionieren. Wenn der Rektor von meinem 6-jährigen Sohn erwartete, dass er in Eigenregie Knobelaufgaben löst, während die Klasse was anderes macht, dann hat er von Kinderpsychologie absolut keine Ahnung. Wenn er mir auf meine Erwiderung, dass sei alleine des Lärmes wegen unmöglich antwortet, dass man ja später am Arbeitsplatz auch unter lauten Bedingungen arbeiten muss, kann ich nur böse lachen und mir die Frage verkneifen, warum er dann sich für ein Einzelbüro entschieden hat und nicht in der Aula sitzt. Aber so ist das: jeder glaubt zu wissen, wie man die Kinder führt und bildet.


du hast so recht...