Re: Testerfahrung, K-ABC
Verfasst: Mo 22. Nov 2010, 10:07
Hallo Chiara,
es ist immer schwierig, egal wie alt ein Kind ist. Meine Kinder sind im Sommer geboren und werden/wurden mit gerade 6 Jahren eingeschult, denn bei uns ist Stichtag der 30.09. Ich würde Dir also raten, wenn das bei Euch so geht, ihn einfach mit 6 Jahren einzuschulen. Bei uns hier. wäre dein Kind ein klassisches junges Muss-Kind. Ist doch ideal.
Du bist selber Lehrerin und ich kann mittlerweile sehr gut verstehen, das es sicherlich nicht leicht ist. Denn Differenzierung ist ja eine extrem anstrengende Sache, denn jedes Kind ist auf einem anderen Entwicklungsstand. Die Theorie ist da also sehr geduldig. Und Kinder können sehr wohl plötzlich ihr Potential nicht mehr ausschöpfen, eben weil Schule durchaus einengend sein kann. Nimm meinen Sohn, der bringt nicht die Leistung die er bringen könnte, das weiß die Lehrerin, das sieht sie, sie hat schon im Vorfeld erkannt, das er nicht dumm ist. Aber was macht sie, vielleicht sogar aus Unkenntnis heraus, sie besteht auf ihren Dingen und bremst Junior so unterbewusst aus. Es macht ihm keinen Spaß mehr. Sie sollten etwas schreiben, Junior erledigte das, war auch alles richtig, nur eben nicht so, wie es die Lehrerin angegeben hatte. Aufgabe richtig, Arbeitsanweisung falsch. Statt auf drei Blättern, stand alles auf einem Blatt. Was passierte, es wurde ausradiert, Junior durfte es noch mal machen. Was denkst du, wie lange er das denn noch mitmacht? Hier kann es also dann schon passieren, das sich das Entwicklungstempo verlangsamt.
Und ob mit oder ohne Beweis, es wird immer an der Lehrkraft oder Erzieherinn liegen, was passiert, wie unterstützt, differenziert wird. Auch in einer Schule macht es einen total schlechten Eindruck, wenn man Papierwedelnd auf die Lehrerin zugeht, gell....
Das ein Kind in der Schule so sein darf wie es ist, das halte ich für schlicht weg und einfach nicht durchführbar. Sieh doch das obige Beispiel, wem gestattest Du das Schreiben auf nur einem Blatt, bei wem nicht. Bei wem ist das nicht richtig, bei wem doch. Nur bei den Kindern mit hb? Ich glaube, das schwierigste ist für die klugen Köpfe, einer Arbeitsanweisung richtig zuzuhören.
Ich glaube nicht, das man zwingend den IQ des Kindes wissen muss. Nimm uns. Wir haben keinen IQ. Und eigentlich will ich auch gar keinen wissen. Und, wenn es Probleme in der Schule gibt, wird eh immer sofort zu einem Test geraten. Als ich jetzt beim Schulpsychologen anfragte, war die erste Frage, haben Sie mal an einen Test gedacht, sind sie damit einverstanden? Da nützt also kein Test mit 4 Jahren etwas. Und vorzeitige Einschulung, da spielen meine Gefühle Achterbahn. Wenn ich das so sehe, wie es bei uns im Moment läuft, dann bin ich einmal dafür und einmal dagegen. Es ist eben alles nicht so einfach. Es gibt kein Patentrezept, für nichts.
VLG
es ist immer schwierig, egal wie alt ein Kind ist. Meine Kinder sind im Sommer geboren und werden/wurden mit gerade 6 Jahren eingeschult, denn bei uns ist Stichtag der 30.09. Ich würde Dir also raten, wenn das bei Euch so geht, ihn einfach mit 6 Jahren einzuschulen. Bei uns hier. wäre dein Kind ein klassisches junges Muss-Kind. Ist doch ideal.
Du bist selber Lehrerin und ich kann mittlerweile sehr gut verstehen, das es sicherlich nicht leicht ist. Denn Differenzierung ist ja eine extrem anstrengende Sache, denn jedes Kind ist auf einem anderen Entwicklungsstand. Die Theorie ist da also sehr geduldig. Und Kinder können sehr wohl plötzlich ihr Potential nicht mehr ausschöpfen, eben weil Schule durchaus einengend sein kann. Nimm meinen Sohn, der bringt nicht die Leistung die er bringen könnte, das weiß die Lehrerin, das sieht sie, sie hat schon im Vorfeld erkannt, das er nicht dumm ist. Aber was macht sie, vielleicht sogar aus Unkenntnis heraus, sie besteht auf ihren Dingen und bremst Junior so unterbewusst aus. Es macht ihm keinen Spaß mehr. Sie sollten etwas schreiben, Junior erledigte das, war auch alles richtig, nur eben nicht so, wie es die Lehrerin angegeben hatte. Aufgabe richtig, Arbeitsanweisung falsch. Statt auf drei Blättern, stand alles auf einem Blatt. Was passierte, es wurde ausradiert, Junior durfte es noch mal machen. Was denkst du, wie lange er das denn noch mitmacht? Hier kann es also dann schon passieren, das sich das Entwicklungstempo verlangsamt.
Und ob mit oder ohne Beweis, es wird immer an der Lehrkraft oder Erzieherinn liegen, was passiert, wie unterstützt, differenziert wird. Auch in einer Schule macht es einen total schlechten Eindruck, wenn man Papierwedelnd auf die Lehrerin zugeht, gell....
Das ein Kind in der Schule so sein darf wie es ist, das halte ich für schlicht weg und einfach nicht durchführbar. Sieh doch das obige Beispiel, wem gestattest Du das Schreiben auf nur einem Blatt, bei wem nicht. Bei wem ist das nicht richtig, bei wem doch. Nur bei den Kindern mit hb? Ich glaube, das schwierigste ist für die klugen Köpfe, einer Arbeitsanweisung richtig zuzuhören.
Ich glaube nicht, das man zwingend den IQ des Kindes wissen muss. Nimm uns. Wir haben keinen IQ. Und eigentlich will ich auch gar keinen wissen. Und, wenn es Probleme in der Schule gibt, wird eh immer sofort zu einem Test geraten. Als ich jetzt beim Schulpsychologen anfragte, war die erste Frage, haben Sie mal an einen Test gedacht, sind sie damit einverstanden? Da nützt also kein Test mit 4 Jahren etwas. Und vorzeitige Einschulung, da spielen meine Gefühle Achterbahn. Wenn ich das so sehe, wie es bei uns im Moment läuft, dann bin ich einmal dafür und einmal dagegen. Es ist eben alles nicht so einfach. Es gibt kein Patentrezept, für nichts.
VLG