Bremsen - Fördern - machen lassen?
Verfasst: Do 29. Sep 2011, 08:59
Ich hatte uns ja in dem Vorstellungsthread schon ein bißchen vorgestellt, jetzt zum eigentlichen Thema
Mein Sohn (27 Monate) ist ein recht fittes Kerlchen, wie wohl so viele hier. Er spricht meist in vollständigen Sätzen, kennt alle Farben, macht Puzzles mit bis zu 60 Teilen, fährt, seit er 16 Monate alt ist, Laufrad, und seit vorgestern auch Fahrrad ohne Stützräder. Seit 4 Wochen geht er in den KiGa, weil er dort unbedingt hinwollte. Er ist ein Selber-macher, d.h. er will alles nach Möglichkeit und möglichst früh selber machen. So durfte ich ihn schon als er erst 6 Monate alt war nicht mit dem Löffel füttern, das hat er selber gemacht (und wir haben eine Plastiktischdecke für Tisch und Fußboden besorgt
), als er gelernt hat, irgendwo runter zu hüpfen, durfte man ihn nicht dabei festhalten (auch als er es noch nicht konnte), ... Er ist total musikalisch begabt, konnte nach 1x hören schon als Baby Melodien von Liedern nach"singen", und seit eingier Zeit jetzt auch den Text
er trommelt für sein Leben gerne und kann das auch im Takt (was ich besonders beachtlich finde, weil ich selbst gar kein gutes Rhythmusgefühl habe
) ... Wie auch immer. meine Devise war eigentlich immer, dass ich ihn halt nicht besonders "pushe" aber auch nicht bremse sondern einfach ins einem Tempo machen lasse.
Nun meinte meine Mutter aber gestern, nachdem ich ihr erzählt habe, dass der Kleine jetzt radfahren kann, ach, der Arme der tue ihr gerade leid, weil er immer so unter Erfolgsdruck wegen seiner 3 Jahre älteren Schwester stehe. Das würde sie ganz an meine Cousins erinnern, die 5 Jahre auseinander waren, und bei dem jüngeren hatte man immer das Gefühl, dass er sich gar nicht traute ein kleines Kind zu sein. Er musste ja immer cool sein und seinem großen Vorbild nacheifern. Das hat mir dann doch zu denken gegeben.
Andererseits denke ich aber schon, dass mein Kleiner durchaus auch noch Kleinkind ist und auf diesen Sonderstatus besteht. Er schläft noch bei uns im Schlafzimmer im Beistellbett, er wird noch gestillt, er hat noch keine Lust auf Töpfchen ... er pickt sich halt die Rosinen vom Groß- und vom Kleinsein raus. Klar wäre meine Große niemals mit 16 Monaten Laufrad gefahren. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, ihr in dem zarten Alter eines zu schenken. Aber wenn halt schon eines rumsteht, warum sollte ich meinen Kleinen daran hindern, darauf zu fahren? Ich finde den Satz "Dazu bist Du noch zu klein." auch ziemlich blöd, damit nehme ich ihm doch jegliche Motivation. Ich kenne so viele Kinder, die wollte unbedingt was machen (nähen, lesen lernen, KiGa gehen, ...), die haben den Satz so oft gehört, bis sie keine Lust mehr hatten. Und meine Tochter ist auch eher eine, der man sagen musst "Du kannst das schon.", damit sie irgendwann mal anfängt, was selber zu machen, was sie nicht brennend interessiert (z.B. selber essen). Vielleicht bremse ich ihn auch deshalb so ungern
Was meint ihr? Sollte ich ihn eher bremsen, damit er seine Kleinkindzeit voll auskosten kann? Und wenn bremsen, wie soll ich das bloß anfangen?
Das andere ist sein großes Musikinteresse. Denkt ihr, dass man das irgendwie fördern sollte/könnte? Wobei er sehr genau weiß, was er will. Wir waren z.B. 2x schnuppern im "Musikgarten" (da war er 19 Monate alt). Das hat ihm überhaupt nicht gefallen. Ich glaube, es war ihm zu "Erwachsenen-geprägt", die ganzen Aktionen gingen ja von den Erwachsenen aus.
Mein Sohn (27 Monate) ist ein recht fittes Kerlchen, wie wohl so viele hier. Er spricht meist in vollständigen Sätzen, kennt alle Farben, macht Puzzles mit bis zu 60 Teilen, fährt, seit er 16 Monate alt ist, Laufrad, und seit vorgestern auch Fahrrad ohne Stützräder. Seit 4 Wochen geht er in den KiGa, weil er dort unbedingt hinwollte. Er ist ein Selber-macher, d.h. er will alles nach Möglichkeit und möglichst früh selber machen. So durfte ich ihn schon als er erst 6 Monate alt war nicht mit dem Löffel füttern, das hat er selber gemacht (und wir haben eine Plastiktischdecke für Tisch und Fußboden besorgt
Nun meinte meine Mutter aber gestern, nachdem ich ihr erzählt habe, dass der Kleine jetzt radfahren kann, ach, der Arme der tue ihr gerade leid, weil er immer so unter Erfolgsdruck wegen seiner 3 Jahre älteren Schwester stehe. Das würde sie ganz an meine Cousins erinnern, die 5 Jahre auseinander waren, und bei dem jüngeren hatte man immer das Gefühl, dass er sich gar nicht traute ein kleines Kind zu sein. Er musste ja immer cool sein und seinem großen Vorbild nacheifern. Das hat mir dann doch zu denken gegeben.
Andererseits denke ich aber schon, dass mein Kleiner durchaus auch noch Kleinkind ist und auf diesen Sonderstatus besteht. Er schläft noch bei uns im Schlafzimmer im Beistellbett, er wird noch gestillt, er hat noch keine Lust auf Töpfchen ... er pickt sich halt die Rosinen vom Groß- und vom Kleinsein raus. Klar wäre meine Große niemals mit 16 Monaten Laufrad gefahren. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, ihr in dem zarten Alter eines zu schenken. Aber wenn halt schon eines rumsteht, warum sollte ich meinen Kleinen daran hindern, darauf zu fahren? Ich finde den Satz "Dazu bist Du noch zu klein." auch ziemlich blöd, damit nehme ich ihm doch jegliche Motivation. Ich kenne so viele Kinder, die wollte unbedingt was machen (nähen, lesen lernen, KiGa gehen, ...), die haben den Satz so oft gehört, bis sie keine Lust mehr hatten. Und meine Tochter ist auch eher eine, der man sagen musst "Du kannst das schon.", damit sie irgendwann mal anfängt, was selber zu machen, was sie nicht brennend interessiert (z.B. selber essen). Vielleicht bremse ich ihn auch deshalb so ungern
Was meint ihr? Sollte ich ihn eher bremsen, damit er seine Kleinkindzeit voll auskosten kann? Und wenn bremsen, wie soll ich das bloß anfangen?
Das andere ist sein großes Musikinteresse. Denkt ihr, dass man das irgendwie fördern sollte/könnte? Wobei er sehr genau weiß, was er will. Wir waren z.B. 2x schnuppern im "Musikgarten" (da war er 19 Monate alt). Das hat ihm überhaupt nicht gefallen. Ich glaube, es war ihm zu "Erwachsenen-geprägt", die ganzen Aktionen gingen ja von den Erwachsenen aus.